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Der gelbe Sack: was diesen Sack so besonders macht?

by admin on December 13th, 2012

Der Name “gelber Sack” wird für gelbfarbige Kunststoffbeutel verwendet, in denen der Müll von Verpackungen gebündelt und an beispielsweise die BSR abgegeben wird.

Die Bedeutsamkeit des gelben Sacks nahm dramatisch zu, als das sogenannte Duale System ins Leben gerufen wurde
Gesammelt und weggeschmissen werden alle Verpackungen bestehend aus Plastik, Metall, Verbundstoffen sowie Verpackung mit Vakuumkammern. Dazu gehören bspw. Saft- und Milchbehältnisse, Folien, Taschen und sogar Dosen.

Die erlaubten Wertstoffe sind daran erkennbar, dass die Verkaufspackungen den sogenannten Grünen Punkt tragen. Damit sind weitere Produkte, auch wenn sie ebenfalls aus Plastik bestehen, ausgenommen.
Dazu zählen bspw. Eimer oder Gießkannen, Planen, CDs und natürlich alle Abfälle, die für den Bio- oder Restmüll bestimmt sind. Auch Flaschen aus Glas oder Papierverpackungen, die das Grüne Punkt Logo tragen, haben nichts im gelben Sack zu suchen. Wurden die Säcke absichtlich oder versehentlich falsch befüllt, ist der Entsorger nicht verpflichtet, die Säcke mitzunehmen. Stattdessen wird ein roter Zettel auf dem Kunststoffsack angebracht, der einen Hinweis auf die Falschbefüllung enthält.

Was bedeutet Recycling in unserer Gesellschaft

Kommt dem gelben Sack Bedeutung zu, die über die Erfordernisse der Mülltrennung hinausgehen? Die Antwort auf diese Fragestellung ist umstritten. Fürsprecher des Dualen Systems sehen dessen Bedeutsamkeit in einem fortschreitenden Wandel des Bewusstseins der Leute. Wahrnehmbar wird zweifelsohne, wie viel Verpackungsmüll unsere Gesellschaft täglich produziert und entsprechend entsorgen muss.

Es gibt zwei Sorten von Kritikern: Von der einen Gruppe werden vor allem die unkalkulierbaren Unkosten angeführt, die die Trennung von Müll verursacht.

Eine zweite Gruppe ist der Meinung, dass mit der Einführung des Dualen Systems der sorglose Umgang mit Müll gefördert wird. Stattdessen sollte auf überflüssige Verpackungen ganz verzichtet werden.

Verteilung, Abholung und Verwertung

Konsumenten erhalten kostenfrei Wertcoupons, die sie bei den Vertriebspartnern gegen neue Säcke aus Kunststoff austauschen können.

Deutschlandweit ist es gängig, die gelben Säcke direkt an den Verbraucher weiterzugeben. Da die gelben Säcke in den letzten Jahren jedoch häufig zweckentfremdet genutzt wurden, erfolgt die Ausgabe überwiegend nur noch auf Anforderung. Alternativ zu den schnell kaputt gehenden Kunststoffbeuteln können fast überall auch gelbe Tonnen bestellt werden. Die befüllten gelben Säcke oder Tonnen werden regelmäßig zu festgelegten Terminen von den Entsorgungsbetrieben abgeholt bzw. geleert.

Zur Differenzierung der Müll-Bestandteile werden extra dafür konstruierte Sortieranlagen verwendet. Zusätzlich muss manuell vorsortiert werden. Die dann getrennten Wertstoffe werden letztendlich recycelt, der Kunststoffsack selbst endet in der Müllverbrennungsanlage.

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